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Antworten auf Fragen die uns immer wieder gestellt werden:

 

 

Was versteht man unter dem Begriff Notfallrettung?

Unter Notfallrettung versteht man die schnellst mögliche und qualifizierte Hilfe für akut verletzte oder erkrankte Personen. In der Notfallrettung bemühen sich Notärzte und Rettungsassistentinnen/Rettungsassistenten um die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen, stellen die Transportfähigkeit her und begleiten den Patienten in die nächste geeignete und aufnahmebereite Versorgungseinrichtung. Dieses wird in den meisten Fällen ein Krankenhaus sein, aber auch der Transport in eine geeignete Arztpraxis ist denkbar, z.B. bei kleineren Verletzungen.

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Was bedeutet qualifizierter Krankentransport?

Die Aufgabe des qualifizierten Krankentransportes ist es, kranke und hilfsbedürftige Personen zu befördern, die keine sofortige Notfallversorgung benötigen und deren Transport planbar ist. Beim qualifizierten Krankentransport wird der Patient von einem Rettungssanitäter/in betreut, der den Gesundheitszustand des Patienten überwachen und bei einer Verschlechterung die erforderlichen Maßnahmen einleiten kann. Zu den Aufgaben des Krankentransportes gehören Fahrten zum Arzt, ins Krankenhaus, Verlegungsfahrten von Klinik zu Klinik oder zur ambulanten Untersuchung. Die angenehmste Fahrt die man in einem Krankenwagen wohl machen kann, ist sicher die zurück in die "eigenen vier Wände".

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Wie lange braucht unser Rettungsdienst im Notfall ?

Sofern die Rettungsdienstfahrzeuge auf der Wache stehen, erreicht der Rettungsdienst fast alle Stellen in unserem Landkreis in weniger als 15 Minuten.Obwohl im Landkreis insgesamt 3 Fahrzeuge rund um die Uhr besetzt sind, kann es aber auch einmal vorkommen, daß die für ihr Gebiet zuständige Mannschaft bereits im Einsatz ist. Unter Umständen kommt dann nicht der reguläre Rettungsdienst, sondern der "Hintergrunddienst" oder die "SEG" (SchnellEinsatzGruppe) zu Ihrem Notfall.

Weitere Faktoren, die unsere Anfahrtsdauer verlängern, sind schwierige Licht- und Straßenverhältnisse (zum Beispiel Glatteis), durch die unsere Fahrer gezwungen sind, langsamer zu fahren. Außerdem wird auch die Zeitspanne häufig unterschätzt, die vergeht, bis der Notruf eines Betroffenen komplett abgesetzt ist.

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Weshalb erfolgt die Alarmierung im Notfall immer über die
Rettungsleitstelle ?

Das direkte Anrufen einer Rettungswache ist im Notfall nicht möglich. Unter Umständen ist die Rettungsdienstmannschaft nur wenige Minuten von der Wache, die Sie anrufen möchten entfernt. Zum Beispiel auf der Rückfahrt, oder gar in der Nähe Ihres Notfallortes - in all diesen Fällen erreichen Sie unser Personal auf der Wache nicht. Die ständig besetzte
Rettungsleitstelle hält jedoch zu all diesen Fahrzeugen Funkkontakt, und kann sie auch von unterwegs aus jederzeit zu Ihnen schicken.

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Warum kostet ein Notarzteinsatz 525,81.- Euro

Qualität kostet Geld, 365 Tage rund um die Uhr hält der Rettungsdienst Bayern - in dem das BRK, der ASB, die JUH und der MHD organisiert sind - mehr als 1000 Rettungsfahrzeuge vor. Jedes Fahrzeug ist mit zwei in der Notfallrettung und im Krankentransport gut Ausgebildeten Personen besetzt. Die Einsatzsteuerung erfolgt durch 26 Rettungsleitstellen für über 285 vorhandene Rettungswachen.

Damit hat Bayern einen der besten Rettungsdienste der Welt.

Ein gutes Gefühl für Bayerns Einwohner. Dieses System kostet zur Zeit jährlich 188 Millionen Euro. 70% davon sind reine Vorhaltekosten, damit im Notfall sofort gestartet werden kann. Auf Personalkosten entfallen etwa 155 Millionen, der Rest auf Sachkosten. Ein Notfalleinsatz in einer Großstadt Bayerns kostet das gleiche (461,78 €) wie in in ländlichen Gebieten, unabhängig von der Einsatzhäufigkeit und der Auslastung. Ein Krankentransport kostet in ganz Bayern 33,40 € Grundpauschale und 1,62 € pro gefahrenem Kilometer.

Weitere Informationen zum Thema Kosten im Rettungsdienst finden Sie auf dieser Seite.

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Weshalb kann es bei einem normalen, vorher rechtzeitig angemeldeten Krankentransport passieren, daß sich das Eintreffen des BRK verzögert ?

In jedem Fall wird die Rettungsleitstelle das von Ihnen bestellte Team rechtzeitig zu Ihnen schicken. Zu Verzögerungen von wenigen Minuten kann es immer kommen: eines unserer Krankentransportfahrzeuge steckt im Stau oder konnte einen vorausgegangenen Krankentransport nicht pünktlich abschließen - zum Beispiel weil medizinische Untersuchungen eines vorhergehenden Patienten nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten, oder, weil die Erkrankung eines anderen Patienten eine besonders schonende Fahrweise erforderte.

Handelt es sich um eine längere Wartezeit, dann ist es praktisch immer deshalb, weil akute Notfälle das Anrücken des für Sie bestimmten Teams verhindert haben. Auch wenn das Fahrzeug bereits von der Wache oder einer Klinik aus auf dem Weg zu ihrer Wohnung ist, gleichzeitig aber in ihrer Nachbargemeinde z. B. ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Fußgänger gemeldet wird, dann gibt es keine Diskussion: der bereits begonnene Krankentransport muß unverzüglich abgebrochen werden, um dem Notfallpatienten sofortige Hilfe zu leisten.

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Wie schnell darf der Fahrer eines Rettungsdienstfahrzeuges überhaupt fahren ?

So schnell wie nötig, aber so vorsichtig, daß kein weiterer Unfall passiert. -So einfach diese Antwort klingt, so viel Verantwortungsbewußtsein und Konzentration erfordert sie auf der anderen Seite. Gerade in Zeiten zunehmender Verkehrsdichte ist es ein Risiko, mit Blaulicht und erhöhtem Tempo zu fahren. Ein weiterer Gefahrenpunkt dabei ist sicherlich auch die zunehmende Rücksichtslosigkeit mancher anderer Verkehrsteilnehmer gegenüber unseren Einsatzfahrzeugen. Die gesetzliche Regelung erlaubt es den Fahrern im Rettungsdienst, von allen geltenden Vorschriften abzuweichen - unter Berücksichtigung entsprechender Gefahren. Im Zweifelsfall gilt deshalb immer: "Sicherheit vor Schnelligkeit". Denn ein
Einsatzfahrzeug, das nicht ankommt, nützt keinem mehr.

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Weshalb werden Blaulichtfahrten gelegentlich abgebrochen ?

In einigen Fällen kann es vorkommen, daß ein Rettungsfahrzeug per Funk auf der Anfahrt durch die Rettungsleitstelle abbestellt wird. Dies kann zwei Gründe haben: ein Arzt oder ein anderer Helfer sind vorab bereits am Notfallort eingetroffen und haben festgestellt, daß es sich um eine Fehlmeldung oder um einen nicht akuten Notfall handelt. In diesem Fall wird die Fahrt nicht mit Blaulicht fortgeführt.

Eine andere Möglichkeit ist, daß sich in der Zwischenzeit ein nähergelegenes anderes Fahrzeug per Funk von einem vorhergehenden Einsatz wieder "frei" meldet, so daß der Notfalltransport für das ursprünglich vorgesehene Fahrzeug entfällt.

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Ein Krankentransportfahrzeug fährt ohne Blaulicht. Darf es bei Rot über eine Kreuzung fahren ?

Normalerweise muß der Fahrer eines Krankentransportwagens ohne Blaulicht sich an die Verkehrsregeln halten wie jeder andere Verkehrsteilnehmer. In wenigen Ausnahmefällen kann es passieren, daß er auch bei niedrigem Tempo vor einer Ampel nicht rechtzeitig halten kann: zum Beispiel, wenn er einen Patienten fährt, dessen Zustand schlecht ist, und der aus diesem Grund besonders schonend transportiert werden muß. Bestimmte, akut lebensbedrohliche Erkrankungen verbieten auch Krankheitsbild her das Fahren mit Blaulicht und Martinshorn, weil diese optischen und akustischen Reize zum Beispiel zu Krampfanfällen beim Patienten führen können.

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Wann darf der Fahrer eines Krankenwagens oder Notarztfahrzeugs das Blaulicht benutzen ?

Das Gesetz schreibt vor: Blaulicht und Martinshorn dürfen nur benutzt werden, wenn von einer akuten Lebensgefahr oder einer schweren gesundheitlichen Schädigung für den Patienten ausgegangen werden muß.

Blaulichtfahrten ohne Grund im öffentlichen Straßenverkehr gibt es bei uns nicht. Denn jeder unserer Fahrer weiß: Das Fahren mit Blaulicht im öffentlichen Straßenverkehr ist ein hohes Risiko - wer sich nicht daran hält, würde sofort vom Dienst suspendiert werden.

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Weshalb dauert es oft so lange, bis der Verletzte oder schwer Erkrankte abtransportiert wird ?

Vor 15 oder 20 Jahren ging man noch davon aus, daß es das Beste sei, einen Patienten möglichst schnell zur Klinik zu bringen. Viele Patienten sind damals noch auf der Fahrt in eine Klinik gestorben. Das hat zu einem grundlegenden Umdenken in der Notfallmedizin geführt: Der heutige Rettungs- und Notarztdienst sieht seine Aufgabe darin, schnellstmöglich einen kleinen Teil der klinischen Leistungen am Patienten zu erbringen. Absolut lebensnotwendige Maßnahmen müssen vor Ort getroffen werden - und erst, wenn der Patient transportfähig ist, wird er so schnell wie möglich in die Klinik gebracht, um weitergehende Maßnahmen einzuleiten.

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Welche Notrufnummer ist im Ernstfall die richtige ?

Für alle Einsätze, in denen es primär um die Versorgung eines oder mehrerer Verletzten oder Erkrankten geht, ist die Notrufnummer 19 222 richtig. Nach wie vor stimmt für Notfälle in denen Sie die Feuerwehr benötigen die Nummer 112 und für die Polizei gilt die Notrufnummer 110.

Weitere wichtige Informationen zum Thema Notruf finden Sie auf unserer Notruf-Seite.

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Auf einer Hauptverkehrsstraße fährt ein Rettungswagen mit Blaulicht - allerdings langsamer als der übrige Verkehr. Ab und zu hält der Fahrer fast an. Besonders eilig scheint dieser Transport nicht zu sein. Was steckt dahinter ?

Bei einigen Krankheiten gerät der Fahrer eines Rettungsdienstfahrzeuges in die Zwickmühle: die Verletzungen des Patienten erfordern den schnellstmöglichen Transport, auf der anderen Seite sind es aber gerade diese Verletzungen, die ihn dazu zwingen, beim Fahren schon die kleinsten Erschütterungen zu vermeiden. Gerade die großen Rettungswägen sind jedoch sehr erschütterungsempfindlich.

Aus diesem Grund verhält sich der Fahrer eines Rettungsdienstfahrzeuges manchmal nicht so , wie es für einen Unbeteiligten logisch erscheint. Wir bitten Sie aber, sich gerade in diesen Fällen besonders rücksichtsvoll zu verhalten. Es ist kein Kunststück einen Rettungswagen unvernünftig zu überholen. Wichtiger ist es aber, auch in diesen Fällen keine zusätzliche Behinderung für den Transport zu schaffen.

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Vor einer Wohnung halten zwei Fahrzeuge, die mit Blaulicht angefahren sind. Erst nach über einer Stunde verlassen sie diesen Ort wieder in aller "Seelenruhe" - ohne Patient. Was steckt dahinter ?

In einigen Fällen kann es sein, daß eine Erkrankung zu einer Lebensbedrohung führt, eine ambulante Versorgung und kurzzeitige Überwachung jedoch genügt, um den Patienten ausreichend zu stabilisieren. Ein typisches Beispiel dafür wäre ein akuter Unterzucker (Hypoglykämie). Es liegt im Verantwortungsbereich des behandelnden Notarztes, von einem
Klinikbesuch abzusehen.

Daneben kann es auch vorkommen, daß ein Patient trotz einer medizinischen Notwendigkeit seine Mitfahrt verweigert, oder im schlimmsten Fall, daß auch intensive medizinische Hilfe zu spät kommt.

In all diesen Fällen halten sich Rettungsdienst und Notarzt unter Umständen auch längere Zeit beim Patienten auf, ohne ihn dann zu transportieren.

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In einer Nachbarwohnung in unserem Haus ist das BRK angerückt. Die Sanitäter weisen alle Fragen zum Geschehen ab. Weshalb ?

Auch Sie haben als Patient viele Rechte, die gesetzlich geregelt sind. Dazugehört vor allem auch die Schweigepflicht des Notarztes und des Rettungsdienstpersonals. Sie sind eine unabdingbare Voraussetzung für den Aufbau des Vertrauensverhältnisses zu unserem Personal, das oft auch auf die ehrliche Mitarbeit des Patienten angewiesen ist.

Aus diesem Grund ist die Verletzung der Schweigepflicht ein Straftatsbestand. Deshalb dürfen und werden wir unter keinen Umständen Informationen über unseren Patienten an Dritte weitergeben. Dafür bitten wir Sie um Ihr Verständnis.

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Ich habe noch ein Frage, die mir hier nicht beantwortet wurde!

Für weitere Fragen zum Thema Rettungsdienst setzen Sie sich bitte mit unserem Leiter Rettungsdienst Herrn Gerhard Musch in Verbindung.

BRK Kreisverband Günzburg
Parkstrasse 31
89312 Günzburg

Gerhard Musch (Leiter Rettungsdienst)
Tel.:   08221/3604-20
eMail: Email Kontaktformular

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Ansprechpartner: Gerhard Musch
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